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Montag, 30. Mai 2016

Das Schweigen der Männer

Blanvalet
Dasa Szekely
Das Schweigen der Männer
Blanvalet

Autor: Dasa Szekely ist zertifizierte systemische Beraterin und Transaktionsanalytikerin. Seit zehn Jahren coacht sie zu privaten und beruflichen Themen, mittlerweile vor allem Männer. Sie hält eigene Seminare, hat zwei Bücher veröffentlicht und leitet Kurse für Kreatives Schreiben bei der HERTIE-Stiftung. Dasa Szekely lebt in Frankfurt und hat einen 18-jährigen Sohn, für den sie sich in unserer Gesellschaft eine Zukunft wünscht. (Quelle: Blanvalet)

Anmerkung: Da es sich bei diesem Buch um Sachliteratur handelt. in welcher keinerlei wirkliche Handlung beschrieben ist, verzichte ich an dieser Stelle auf eine Inhaltsangabe.

Das Buch ist unterteilt in sieben große Themengebiete und in insgesamt einundfünfzig Kapiteln ( Danksagung und Quellen mit inbegriffen). Die Themengebiete tragen ebenso wie die einzelnen Kapitel, einen eigenen Namen und stehen jeweils dick gedruckt, vor dem jeweiligen Kapitel. Zu Beginn eines jeden neuen Themengebietes, finden wir ebenfalls ein mehr oder weniger langes Zitat, welches in kursiv abgedruckt ist und somit auch perfekt vom Text abhebt. Ein solches Zitat findet der Leser ebenfalls, wenn er das Buch aufschlägt. Dieses stammt von Wolfgang Streeck und umfasst die Thematik des Buches.
Damit kommen wir auch schon zum Inhalt des Buches, bei dem es ganz groß ausgedrückt, um den “bösen” Mann geht. In so ziemlich jedem Kapitel bekommen wir als Fazit das eine genannt, der Mann ist nicht angepasst und Schuld für so ziemlich alles. Nun gut, das Buch trägt das Geschlecht auch schon im Titel und behandelt deshalb wohl fast ausschließlich den Mann, jedoch verleitet das den Leser zu ziemlich einseitigen Schlüssen, die er eventuell aufgrund des Buches zieht. Zur weiteren Verteidigung der Autorin sei gesagt, dass diese auch im Buch hin und wieder erwähnt das es eben nicht nur die Männer sind, sie jedoch nur diese in Ihrem Buch betrachtet. Außerdem kann die Autorin für Ihre Leser nichts, denn diesen sollte klar sein, dass es nicht nur der eine Faktor sein kann.
Das, was der Leser dann aber liest lässt sich über weite Strecken wirklich gut lesen, auch wenn sich so einiges immer wieder wiederholt. Die Autorin schafft es ebenfalls, dass man nach dem Zuschlagen der Seiten nicht das Buch einfach weglegt, sondern darüber nachdenkt und sich versucht in dem Buch wiederzufinden.
Anfangs ist man als Leser noch recht motiviert das Buch zu lesen, jedoch stellt sich schnell die Ernüchterung ein und die Lust verschwindet etwas. Das kann man aber auch keinem übel nehmen, denn wer möchte schon über weite Strecken immer wieder dasselbe lesen, nur eben anders formuliert. Vielleicht liegt die etwas einseitige Sicht auf die Dinge daran, dass es eben eine Frau ist, die dieses Buch geschrieben hat. Eventuell wäre ein Werk in Kooperation mit einem Mann besser gewesen, um so eben beide Blickwinkel einfangen zu können. Oder aber, wir bekommen in wenigen Monaten ein weiteres Werk, um die fehlende Lücke der Frau zu ergänzen, dies bleibt abzuwarten.

Cover: Das Cover trägt hauptsächlich die Farbe weiß. Lediglich der Titel sowie die Angaben zur Autorin sind Schwarz beziehungsweise Rot gedruckt. Die Artikel sind dabei in Rot gedruckt, dies ist ein super Blickfang und hebt auch die Betonung der Artikel in den Vordergrund. Außerdem hebt der Titel sich ab, weil er in Hochglanz gedruckt wurde. Auf den letzten beiden Buchstaben des Titels steht ein kleiner Indianer mit verschränkten Armen.

Fazit: Ich als Mann bin eventuell etwas befangen, auch wenn ich versucht habe diese Rezension so nüchtern wie eben möglich zu schreiben. Anfangs war ich total motiviert, dieses Buch lesen zu dürfen, jedoch verschwand diese Motivation mehr und mehr. War ich anfangs noch bei 4 Sternen, so reicht es am Ende nur für 3/5 Sternen.

Klappentext: Deutschland diskutiert über die Frauenquote, dabei haben das eigentliche Problem in unserer Gesellschaft die Männer! Der Mann steckt in der größten Identitätskrise seit Menschengedenken. Er schweigt, verdrängt und sitzt Probleme aus, statt sie anzugehen. Kurz: Er weigert sich, erwachsen zu werden und Verantwortung zu übernehmen. Das hat schlimme Folgen, denn: Heerscharen solcher »Scheinerwachsener« sitzen noch immer in allen signifikanten Schlüsselpositionen, bremsen notwendige Entwicklungen – und kosten die Gesellschaft nicht nur Nerven, sondern auch Geld. Burnout ist nur ein Beispiel dafür.
Dasa Szekely will die emotionalen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Verluste nicht länger hinnehmen. Sie fordert: Männer, bewegt euch endlich! (Quelle: Blanvalet)

Autor: Dasa Szekely
Titel: Das Schweigen der Männer
Genre: Sachbuch
Verlag: Blanvalet
Seiten: 288
Preis: 16,99
ISBN: 978-3-7645-0552-3

1 Kommentar:

Elke hat gesagt…

Hat die Autorin auch geschrieben, dass diese "lebensunfähigen Männer" meist überwiegend von Frauen erzogen wurden? Es fehlt offensichtlich der Vater als Vorbild. Ich kenne zwei erwachsene Männer, die so von der Mutter verwöhnt wurden, dass sie sich nicht selbst versorgen können. Eine Frau bzw. Freundin haben diese auch nicht, denn die Frauen wollen keine Muttersöhnchen, bei denen sie immer erst nach der Mutter kommen. Jetzt sind die Mütter alt und pflegebedürftig und die Söhne stehen mindestens ebenso hilflos allein da. Verantwortung übernehmen und Probleme anpacken, kann ein Kind,egal ob Mädchen oder Junge, nur lernen, wenn dem Kind nicht ständig alles abgenommen wird. Das sollten auch die neuen "Helikopter" Eltern wissen.
LG Elke