Sonntag, 26. Juni 2016

Engelsspiel

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Klaus Schuker
Engelsspiel
Fabulus - Verlag

Autor: Jahrgang 1959, arbeitete zunächst als Polizeibeamter, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Neben Krimis veröffentlichte er Kurzgeschichten, Erzählungen und Filmbesprechungen. 2003 rief er die »Schulpatenschaften mit Autoren« ins Leben, die u. a. von der Robert-Bosch-Stiftung gefördert werden. 2009 brachte er eine Schreibwerkstatt zum Thema »Berufsfindung und Identität« mit EU-Fördergeldern auf den Weg. Klaus Schuker hat bis heute über 2000 Lesungen und Schreibwerkstätten absolviert. (Quelle: Fabulus)

Daniel Schönwind lebt mit seiner Freundin und dem gemeinsamen Kind in einem gemeinsamen Haus. Die Beziehung der beiden ist allerdings nicht mehr sonderlich glücklich. Als Daniel eines Abends, nach einem Grillfest, die junge Janina an einer Bushaltestelle sieht, die versucht ein Auto anzuhalten, um per Anhalter zu fahren, nimmt er Sie mit. Im Laufe der Fahrt führt eines zum anderen und die beiden haben Sex. Am nächsten Morgen steht jedoch die Polizei vor Daniels Haustür.

Das Buch hat 44 Kapitel, welche alle eine eigene Überschrift haben, die jeweils am Anfang des Kapitels, in der linken oberen Ecke zu finden ist. Die Kapitel sind meistens nochmals unterteilt, in mehrere Absätze die durch ein kleines Sternchen voneinander getrennt werden.
Da die Kapitelüberschriften eine Art Countdown haben, wissen wir auch von Beginn an, dass etwas geschehen muss. So sind die Kapitel am Anfang noch so aufgebaut, dass sie bis zum Ereignis zählen. Nach dem das Ereignis geschehen ist, zählen die Kapitel einfach die Tage, die seither vergangen sind. Darüber hinaus weiß der Leser auch recht früh, was überhaupt Sache ist in der Handlung. Dazu genügt aber auch das Lesen des Klappentextes aus, denn dieser verrät ebenfalls alles Wichtige. Dadurch baut das Buch auch nicht seine Spannung auf, sondern viel mehr dadurch, dass man als Leser die Gründe für das Handeln der Charaktere erfahren möchte.
Das Buch lässt sich außergewöhnlich gut und schnell lesen und das, obwohl es von außen recht dick wirkt. Dies liegt aber auch daran, dass die einzelnen Seiten sehr dick zu sein scheinen. Trotz der recht vielen Kapitel auf ca. 400 Seiten eignet sich das Buch auch perfekt für zwischendurch, da man immer mal schnell von Kapitel zu Kapitel lesen kann.

Cover: Das Cover ist relativ dunkel gehalten. Wir sehen im Hintergrund ein verschwommenes Bild, wobei man nicht erkennen kann, was genau man dort sieht. Der Titel ist in Weiß geschrieben und hebt sich zusätzlich vom Druck vom Rest des Buches ab. Denn der Titel ist etwas höher gestanzt und lässt sich so auch ertasten. Außerdem befinden sich in der unteren linken Ecke noch Blutstropfen, diese lassen sich jedoch kaum erkennen wegen des dunklen Covers. Was sich aber perfekt abhebt, ist die “Umrandung” des Buches, denn die Seiten wurden außen Orange eingefärbt. Somit ist es auch im Regal ein Hingucker.
Anmerkung: Bei Betrachtung des Buches auf der Verlagsseite, sieht das Cover deutlich heller aus.ich habe für diese Bewertung in der Rezension jedoch mein Buch genommen, dass ich zugeschickt bekommen habe.

Fazit: Ein Buch, das vom Cover und Titel eher unscheinbar wirkt. Wer den Blick aber auf den Klappentext richtet wird merken, dass das Buch einiges zu bieten hat. Man sollte sich jedoch nicht täuschen lassen, von der Tatsache das dort schon vieles steht, denn das Buch hat viele Überraschungen parat. Ein wirklich gelungener Thriller, den ich jedem ans Herz legen möchte (gerade denen, die auf Intrigen stehen) und der deshalb auch mit 5/5 Sternen belohnt wird.

Klappentext: Was bringt die bildhübsche Janina nur auf diese perfide Idee?
Sie sieht toll aus, steht mit ihren siebzehn Jahren kurz vor dem Abitur, die Männerwelt lässt sich von ihr um den Finger wickeln, bald ist sie volljährig – und dann das? Eine Viertelstunde verändert alles, auch im Leben von Daniel Schönwind. Die Verkettung der widrigen Umstände führt ihn gnadenlos in den Abgrund. Doch das Allerschlimmste ist, dass sich seine Partnerin von ihm trennt und sein heißgeliebtes Töchterchen Ramona mitnimmt. Als auch der Suff keinen Trost mehr spendet, findet er heraus, welch dreckiges Spiel mit ihm getrieben wurde. Jetzt hält ihn nur noch das Ansinnen auf Rache aufrecht, und so nehmen die Ereignisse ihren Lauf … (Quelle: Fabulus)

Autor: Klaus Schuker
Titel: Engelsspiel
Verlag: Fabulus - Verlag
Genre: Krimi, Thriller
Seiten: 420
Preis: 14,95
ISBN: 978-3-944788-21-0

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Freitag, 24. Juni 2016

Christine Bernard - Der Fall Siebenschön

Acabus
Michael E. Vieten
Christine Bernard - Der Fall Siebenschön
Acabus

Autor: Michael E. Vieten. Jahrgang 1962. Aufgewachsen in Düsseldorf und Ratingen. Hat danach den Großteil seines Lebens im Norden Deutschlands verbracht. Lebt und arbeitet heute im Hunsrück mit Blick auf den Hochwald. Gelernter Hotelkaufmann, später Wechsel in die IT-Branche. Gründete 2002 einen Internet-Versandhandel, den er 2011 verkauft, um mehr Zeit für die Dinge zu haben, die ihm wirklich wichtig sind. Schreibt seit seiner Jugend. Überwiegend Prosa und Lyrik, Romane und Erzählungen, am liebsten Balladen über die kleinen und großen Dramen im Leben von Menschen. Freut sich immer sehr darüber, wenn er seinen Lesern etwas mitgeben konnte, für ihre eigene Reise durch die Zeit. (Quelle: Acabus)

Christine Bernard und Ihr Kollege Thorsten Kluge von der Polizei, müssen aufgrund vermisster Personen nach Drohnscheid fahren. Dort angekommen treffen die beiden Kommissare au Hartmut Schröder, dessen Frau und sechs Kinder verschwunden sind. Als die beiden Kommissare sich im Haus umsehen, machen Sie eine grauenhafte Entdeckung.

Das Buch besteht aus 7 Kapiteln, welche keinerlei Nummerierung besitzen, sondern jedes Kapitel eine Überschrift hat. Diese Überschriften passen dabei erstaunlich gut zum Inhalt des Kapitels. Manche der Kapitel sind desweiteren in mehrere Absätze unterteilt (meistens erfolgt dabei ein kleiner Sprung in der Handlung).
Das erste Kapitel wird fast ausschließlich dafür genutzt, um dem Leser die Charaktere näher zu bringen. Auch im weiteren Verlauf des Buches bekommen wir mehr und mehr Hintergrundinformationen zu den Charakteren, allen voran um die Person Christine Bernard.
Der Storyaufbau erinnert dabei an einige bekannte TV-Formate. So springt die Handlung immer wieder von der Verhörung des Tatverdächtigen hin zum Schauplatz des Verbrechens. Obwohl wir den Täter vom Beginn der Handlung kennen, kommt so dennoch recht gut Spannung auf. Die Story ist dabei zu jeder Zeit ziemlich genau und detailliert beschrieben, sodass man sich als Leser einen recht guten Eindruck von allem machen kann, was das Ganze noch unterstützt. Leider wird zum Ende hin dann alles etwas hektisch und schnell abgearbeitet aber das tut dem Vergnügen beim Lesen keinerlei Abbruch. Auch der eine kleine Logikfehler, der sich eingeschlichen hat, hat keinerlei negativen Einfluss (dabei geht es um eine Szene nach einem Krankenhaus Aufenthalt).
Die Autorin hat bei der Formatierung der Seiten darauf geachtet, dass Zettelchen die in der Handlung der Kommissarin gereicht werden, eine andre Formatierung aufweisen wie der Fließtext. So sehen diese Notizen aus, als wären Sie handgeschrieben worden.

Cover: Das Cover ist auf der Vorderseite schwarz umrandet und auf der Rückseite eher sandfarben gehalten. In der Mitte des Covers sehen wir ein altes Farmhaus, das inmitten der Natur zu stehen scheint. Außerdem finden wir auf dem Cover so eine Art Risse, die in einer hellen Farbe gezeichnet sind. Der Titel nimmt direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem kommt das Märchen von Siebenschön zu Sprache. Als kleine Anmerkung sei eventuell erwähnt, dass ich anfangs dachte, bei Christine Bernard würde es sich um die Autorin handeln. Dazu hat sicherlich auch die Größe des Titels beigetragen.

Fazit: Ein Krimi der etwas anderen Art, der sich jedoch schnell und flüssig lesen lies. In gerade mal 1 Tag hatte ich dieses Buch verschlungen. Die Kapitel sind recht lang gehalten, durch die Absätze kann man aber auch mal mittendrin aufhören zu lesen. Vielleicht ist der Preis von 12,90 aufgrund der Kürze des Buches etwas zu hoch, jedoch macht die Story das wieder wett. Von mir bekommt das Buch 4/5 Sterne.

Klappentext: Eine Frau, ihre sechs Töchter und ein verzweifelter Mann. Sieben Tage Verhör und ein schrecklicher Verdacht. Wo sind Andrea Schröder und ihre Kinder? Leben sie noch? Unter Einsatz ihres eigenen Lebens treibt eine junge Kommissarin der Trierer Polizei die Ermittlungen voran und versucht, einem psychisch auffälligen und gewalttätigen Sonderling die dringend benötigten Informationen abzuringen. Doch sie hat sich bereits in seinem Netz dunkelster Absichten verfangen. Eine beispiellose Achterbahnfahrt in die Abgründe der menschlichen Seele beginnt. (Quelle: Acabus)

Autor: Michael E. Vieten
Titel: Christine Bernard - Der Fall Siebenschön
Genre: Krimi
Verlag: Acabus
Seiten: 284
Preis: 12,90
ISBN: 9783862823529

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Montag, 20. Juni 2016

Das muss Liebe sein

BdB

BdB
Katja Kessler
Das muss Liebe sein
Lübbe

Autor: Dr. Katja Kessler, geboren 1969 in Kiel, ist Zahnärztin, Journalistin und Bestsellerautorin - u.a. Herztöne, Das Mami-Buch und Silicon Wahnsinn. Kessler ist mit dem Gesamtherausgeber der Bild-Gruppe, Kai Diekmann, verheiratet. Sie lebt mit ihrem Mann und vier Kindern in Potsdam. (Quelle: BdB)

Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.

Das Buch besteht aus 54 ½ Kapiteln, welche in 3 Überthemen eingeordnet sind. Neben der Kapitelangabe durch eine Zahl hat jedes Kapitel auch einen eigenen Kapiteltitel bekommen. Diese stehen zentriert auf der Seite, am Anfang eines jeden neuen Kapitels und sind zusätzlich rot unterstrichen. Um das Ganze etwas humorvoller zu gestalten, findet sich unter dem roten Strich der “OderSatz”. Dieser versucht den Kapiteltitel etwas humorvoller wiederzugeben, was auch relativ gut gelungen ist. Humor ist bei diesem Buch auch an der Tagesordnung, leider gelingt der Autorin dabei nicht jeder Scherz. Einige der Versuche lustig zu sein, wirken dabei sogar etwas sehr erzwungen. Um die Handlung auch bildlich darzustellen, finden wir in jedem Kapitel einige Zeichnungen. Diese sind außerordentlich gut gelungen und sorgen für den ein oder anderen Schmunzler. Leider sorgen die Bilder (sowie die Merkkästchen auch) oftmals dafür, dass ich den Fließtext unterbrechen muss, da das Bildchen genau inmitten des Textes gesetzt wurde. Kommen wir jetzt zu den schon genannten Merkkästen. Diese sind rot umrandet und enthalten einige kleine Fakten oder Tipps. Leider ist auch da, nicht jeder Merkkasten gut gesetzt wurden. Diese sollten besser am Ende des Kapitels zu finden sein, denn da unterbrechen sie nicht den Lesefluss des Lesers.
Die Übersicht des Buches ist ansonsten jedoch wirklich gut gemacht. So finden wir rote Umrandungen, Hervorhebungen von Wörtern (ebenfalls in Rot) oder Lippen, die als Aufzählungszeichen dienen. Alles sorgt dafür, dass der Leser die Fakten relativ gut und übersichtlich serviert bekommt. Dabei hat das Buch so viele Fakten und wissenschaftliche Auswertungen, dass man sich garnicht alles merken kann. Wer also das Buch von vorne nach hinten, in einem Rutsch weglesen möchte, wird förmlich überflutet mit Zahlen und Statistiken. Die Quellen dieser Untersuchungen finden wir alle im Quellenverzeichnis wieder. Dabei sollte man als Leser jedoch auch mal genau darauf achten, wer diese Studien in Auftrag gegeben hat (mir viel das Portal “Elite Partner” sofort ins Auge). Leider findet sich diese Übersichtlichkeit nicht im Inhaltsverzeichnis wieder, denn dieses ist total unübersichtlich und hätte besser anders gestaltet werden sollen.

Cover: Das Cover ist vollkommen in der Farbe blau gehalten. Wir finden auf der Vorderseite ein rotes Herz in der Mitte des Covers. Dieses Herz ist anders als der Rest, in Glanzoptik abgedruckt worden und hebt sich perfekt vom Hintergrund ab. In dem Herz finden wir in Weiß, gelb und rot den Titel des Buches. Dieser Titel beziehtsich auf die 54 ½ Kapitel, die das Buch hat. Auffällig ist die Größe des Textes, welcher für die Autorin gewählt wurde.

Fazit: Ein humorvolles Sachbuch, das stets bemüht ist, dem Leser so gut es geht die Fakten verständlich zu präsentieren. Dies gelinkt zwar nicht immer gleich gut, tut dem Lesevergnügen jedoch keinen Abbruch. Ein informatives Nachschlagewerk, dass von mir 4/5 Sterne bekommt.

Klappentext: „Bevor du heiratest, halte beide Augen offen. Danach drücke mindestens eines zu!“ Wer heute in Deutschland vor den Traualtar tritt, wird mit 35-prozentiger Wahrscheinlichkeit in den nächsten 25 Jahren geschieden. Nur mal angenommen, Sie gingen zu Douglas, dort gäbe es eine Zaubercreme gegen Falten. Allerdings würde die Verkäuferin Sie warnen: „Diese Creme macht mit 35-prozentiger Wahrscheinlichkeit, dass Ihnen in den nächsten 25 Jahre die Nase abfällt.“ Würden Sie diese Creme dennoch kaufen? Ganz bestimmt nicht! Werden Sie mit dem gleichen Risiko dem Mann, den Sie lieben, das Jawort geben? Ganz bestimmt! Gratulation. Richtig so! Verlobt, verliebt, verheiratet – und dann? Bestseller-Autorin Katja Kessler weiß Rat. Hier ihre 54 ½ ultimativen Tipps, um es mit Mr. oder Mrs. Right bis ins Seniorenstift zu schaffen. Saukomisch, wissenschaftlich fundiert, noch nie gehört. Mit vielen persönlichen Anekdoten. Was ist wichtig im Rausch der Gefühle? Was auf der Langstrecke? Und was, wenn es mal heißt: Tausche Brautkleid gegen Pistole? (Quelle: BdB)

Autor: Katja Kessler
Titel: Das muss Liebe sein
Genre: Sachbuch
Verlag: Lübbe
Seiten: 352
Preis: 14,99 (Amazon)
ISBN: 978-3-431-03946-7

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Freitag, 17. Juni 2016

Interview: Jannes C. Cramer

Mein heutiges Interview habe ich mit dem Autoren Jannes C. Cramer geführt. Ich bedanke mich für die ausführliche Beantwortung meiner Fragen.

1. Wie sind sie zum Schreiben gekommen?
Ich habe vor etwa drei Jahren, aus einer Laune heraus, einen kleinen Absatz mit
wenigen Zeilen geschrieben. Es entsprach in etwa der Anfang meines späteren Erstlings „Die Frauenkammer“. Meine Freundin hatte den Text gelesen und gemeint, ich solle mal weiterschreiben. Dass daraus ein ganzer Roman werden würde, hatte zu dem Zeitpunkt keiner von uns erwartet.

2. War Autor schon immer ihr Traumberuf?
Nein, ich wusste nicht einmal, dass ich zum Autor tauge. :-) Es hat sich einfach so entwickelt, dass mir das Schreiben Spaß macht und ein schöner Ausgleich zu meinem Beruf als Software-Entwickler ist.

3. Wovon lassen sie sich beim Schreiben inspirieren? Bzw. woher nehmen sie die Ideen für ihre Bücher?
Die Ideen kommen mir meist kurz vor dem Einschlafen, wenn ich im Bett liege und der Kopf langsam frei wird. Eine echte Inspirationsquelle habe ich nicht.

4. Wie gehen sie an ein neues Buch heran (Planung, Vorbereitung,...)?
Ich bin mehr der „planlose“ Schreiber. Das heißt, ich kenne den Anfang einer Geschichte und eine grobe Idee, plane jedoch nicht die komplette Handlung. Die entwickelt sich dann während des Schreibens. Mir gefällt diese Herangehensweise besonders, weil ich gemerkt habe, dass sich die Geschichten ganz anders entwickeln, als ich sie vielleicht im Kopf hatte. Würde ich vorher einen Rahmen abstecken, würde mich das einschränken.

5. Wie lange sitzen sie an einem Buch bis es fertiggestellt ist?
Das kommt sehr darauf an, wie viel Zeit ich zum Schreiben habe. Bei den bisherigen Büchern hat es immer in etwa ein Jahr gedauert, bis das Buch fertig war.

6. Lesen sie privat auch? Wenn ja, was lesen sie gerne für Bücher?
Ich lese ganz gern abends im Bett, in der Regel auf meinem Kindle. Diesen hatte ich mir hauptsächlich zugelegt, um die Optik meiner eigenen Bücher zu testen, er hat mich dann allerdings auch zum Lesen verführt. Am häufigsten lese ich Bücher von Self-Publishing-Kollegen aus den Genres Jugend und Urban-Fantasy. Manchmal aber auch Krimis/Thriller oder Sci-Fi.

7. Was zeichnet für Sie ein gutes Buch aus bzw. Was sollte ein Gutes Buch aus Ihrer Sicht enthalten?
Ein gutes Buch sollte fehlerarm sein. Ich sage bewusst nicht „fehlerfrei“, denn das ist meiner Ansicht nach unmöglich. Ein Buch mit vielen Fehlern kann aber den Lesespaß deutlich trüben, selbst wenn die Geschichte an sich interessant und spannend ist. Dazu ist es mir wichtig, dass ich mich beim Lesen nicht langweile. Ob die Spannung nun durch Dramatik, unvorhersehbare Wendungen oder einfach durch die Charaktere entsteht, ist mir nicht so wichtig.

8. Gibt es etwas das sie Ihren Lesern unbedingt mitteilen möchten?
Ich möchte mich bedanken, dass schon so viele Leser meine Bücher gelesen haben. Ich hätte vor drei Jahren nie gedacht, dass das im Bereich des Möglichen liegt. Es würde mich freuen, wenn ihr mir auch weiterhin treu bleibt, und ich werde mich bemühen, noch viele spannende Geschichten zu verfassen.

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Mittwoch, 15. Juni 2016

Die Orangerie


BdB
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Nike Mangold
Die Orangerie
Indie Publishing

Autor: Jahrgang 1967
Nike Mangold arbeitete als Fischverkäuferin, Übergrößenmodel und Politikberaterin. Nach ihrer Scheidung von einem Landtagsabgeordneten zog sie von ihrer Heimatstadt Hamburg nach La Gomera. Während der Wind am Dach ihres Fischerhäuschens rüttelt, klappert sie auf ihrer Tastatur. (Quelle: BdB)

Alma hält sich durch kleine Zeichnungen, die Sie auf der Straße anfertigt über Wasser. Eines Tages kommt Frau Brook an Alma vorbei und sieht Ihr Talent. Dies kommt Frau Brook gerade richtig, den Sie sucht jemanden der Zeichnungen ihrer Pflanzen, zu Werbezwecken anfertigen kann. Alma nimmt dieses Angebot an und findet sich wenig später in der Orangerie von Frau Brook wieder.

Das Buch besteht aus einundzwanzig Kapiteln, wobei dort schon Vorwort und Nachwort sowie der Anhang mitgezählt wurden (zwei weitere Kapitel finden wir im Inhaltsverzeichnis ebenfalls. Diese Beziehen sich auf die Autorin und gehören weniger zur Story). Die Kapitelüberschriften befinden sich jeweils zentriert am oberen Rand zu Beginn eines jeden Kapitels. Diese Kapitel haben alle einen eigenständigen Titel und kommen ganz ohne Ziffern aus. Hin und wieder findet sich jedoch zusätzlich zum Titel, die Angabe des Datums wieder. Dies ermöglicht dem Leser, der Handlung des Buches zeitlich besser zu folgen.
Damit finden wir uns auch schon bei der wirklich gelungenen Handlung des Buches wieder. Wir haben wirklich alles vertreten, was es an Genres gibt. Liebe, Spannung und selbst ein wenig Humor, dass alles findet sich eingepackt im historischen Hamburg. Damit haben wir auch gleich einen regionalen Bezug hergestellt, der vor allem die Hamburger interessieren sollte. Eventuell sogar ja die Menschen, die heutzutage dort wohnen, wo der Roman spielt. Ausgesprochen gut gelingt es dem Autoren die Rollen dieser Zeit wiederzugeben. So haben wir auf der einen Seite die armen Menschen, die jeden Tag in Angst und Hoffnung leben. Auf der anderen Seite finden wir die reiche Bevölkerung, welche sich nicht nur sozial von der ärmeren Bevölkerung abgrenzt, sondern auch räumlich.
Durch die detailreiche Beschreibung der Schauplätze, Gerüche und Handlung, findet sich der Leser nach einigen Seiten voll und ganz in der Vergangenheit wieder.
Im Anhang findet sich dann noch ein kleiner Zusatz für alle Leser, denn dort finden wir die historischen Fakten. Hierhin hat der Autor einige Wörter aufgezählt und erklärt, welche uns heutzutage nicht mehr ganz so geläufig sind.

Cover: Das Cover des Buches ist sehr farbenfroh. Wir sehen um das ganze Buch herum eigentlich ausschließlich Blumen in allen möglichen Farben. Dies passt natürlich genau zum Inhalt sowie dem Titel des Buches, denn in diesem geht es ebenfalls um Blumen. Lediglich der Titel sowie der Klappentext auf der Rückseite sind mit einem sanften weiß hinterlegt. Das Buch sollte durch diese Gestaltung, jedem sofort ins Auge stechen. Außerdem wirkt das Cover so etwas Älter und nicht so Modernwie andere Cover. Dies ist natürlich gut, da dieses Buch eben Historischen Inhalt vermittelt.

Fazit: Ein wirklich sehr gelungenes Buch, das uns einiges aus der Zeit von damals erzählt. Neben einer Liebesgeschichte, bekommen wir gleich noch die Spannung mitgeliefert und das alles im Mantel der damaligen Zeit. Eine Geschichte zwischen Hoffnung und Angst eines Mädchens (das stellvertretend für viele Menschen der Bevölkerung steht), die von mir mit 5/5 Sternen belohnt wird.

Klappentext: Hamburg, 1905: Eine junge Frau aus dem Elendsviertel der Stadt erlangt durch ihr Zeichentalent eine Anstellung im vornehmen Harvestehude. Dort entdeckt sie den Tempel der Botanik, verliebt sich in einen Nudisten, kämpft gegen eine raffgierige Kaufmannsgattin und beteiligt sich unwissentlich an einem gigantischen Betrug. Reiche Hanseaten prägten über Jahrhunderte das Bild Hamburgs. Doch kaum jemand weiß heute noch, wie die kleinen Leute einst lebten. Dabei waren sie es, die das Herz der Stadt bewohnten. Dort, wo heute die Mönckebergstraße verläuft, drängten sich noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts Zehntausende in mittelalterlich engen Wohnungen und ärmlichen Verschlägen. Ihre Welt wurde zerstört, doch der Skandal der mit dem Abriss ihrer Häuser verbunden war, ist heute weitgehend vergessen. Dieser Roman setzt denen ein Denkmal, nach denen keine Straßen und Plätze benannt wurden. Ein historischer Roman über die Elendsschicht Hamburgs im frühen 20. Jahrhundert. Der Fokus liegt auf den altäglichen Problemen und Konflikten der Unterschicht, während ""Klischees"" des Genres, wie üppige Liebesgeschichten und verzwickte Verschwörungen, vermieden werden, um ein möglichst geschichtstreues Bild entstehen zu lassen. (Quelle: BdB)
Autor: Nike Mangold
Titel: Die Orangerie
Genre: Historischer Roman
Seiten: 252
Preis: 8,55 (Epubli)
ISBN: 9783737572781


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Samstag, 11. Juni 2016

Deutschland deine Götter

Tropen
Gideon Böss
Deutschland deine Götter
Tropen

Autor: Gideon Böss publiziert seit seinem Studium in verschiedenen Zeitungen, u. a. in Cicero und Focus. Seit 2008 schreibt er für DIE WELT die Online-Kolumne »Böss in Berlin«. Im Jahr 2014 erschien sein Roman »Die Nachhaltigen«. Er glaubt an keinen Gott, würde ihn aber trotzdem gerne mal kennenlernen.... (Quelle: Tropen)

Anmerkung: Aufgrund der Tatsache, dass es sich bei dem Buch um eines aus dem Bereich “Sachbuch” handelt, gibt es an dieser Stelle nicht wie üblich, eine Inhaltsangabe. Das Buch folgt keiner Story, welche zusammengefasst werden könnte.

Das Buch besteht aus achtundzwanzig Kapiteln, wobei nur sechsundzwanzig davon die Religionen behandeln. Die andren zwei sind Vorwort und Nachwort. Die Kapitelüberschrift besteht dabei aus dem Wort “Station” und der zugehörigen Ziffer. Hin und wieder finden wir auch ein kleines Bild, jedoch ist dies nicht bei jeder Religion die Tatsache, leider. Ein neues Kapitel beginnt dabei stets da, wo das vorangegangene aufgehört hat, es wird also nicht jeweils immer eine neue Seite angefangen.
Zu den eben schon erwähnten Bildern, die wir am Kapitelanfang finden, gibt es noch einige Bilder, die wir hier und da mal finden. Leider sind diese recht selten und sehr klein gehalten (jedoch gerade groß genug um alles darauf zu erkennen, wobei der Text darunter sehr hilfreich ist). Ich persönlich hätte da etwas mehr Einheit gewünscht und es toll gefunden, wenn wir zu jeder Religion ein kleines Bild bekommen hätten (am Kapitelanfang sowie im Text selbst auch).
Der Autor hat sich bei seinen Schilderungen viel Mühe gegeben, diese etwas locker zu schreiben. So finden wir sogar teilweise, einen Ansatz von Humor in seinen Formulierungen. Dies erleichtert das Lesen ungemein und sorgt dafür, dass das Thema “Religion” nicht zu trocken wird. Jedes der Kapitel fängt dabei von neuem an, weshalb das Buch nicht zwangsläufig von vorne nach hinten gelesen werden muss, sondern man sich die Religion heraussuchen kann, über die man etwas erfahren möchte. Damit sind wir auch schon beim Inhalt der Kapitel angekommen. Wir bekommen stets einen kleinen Einblick in die Religion, was der Autor durch Zitate untermauert bzw. belegt. Diese Zitate sind etwas eingerückt, weshalb man sie vom Fließtext unterscheiden kann. Eventuell wäre hier die Wahl der Kursivschrift etwas vorteilhafter gewesen. Der Autor verzichtet dabei völlig auf die Angabe der Quellen, dies ist aber auch nicht nötig, da wir stets aus dem Text herauslesen können, woher die Zitate stammen. Die Kapitellänge ist dabei stets so gewählt, des es dem Leser nicht zu langweilig wird, aufgrund der Länge.

Cover: Bei dem Cover handelt es sich um ein Hardcover, welches im Hintergrund weiß gehalten ist. Auf der Vorderseite ist eine Deutschlandkarte aufgedruckt, auf der wir am verschiedenen Stellen, kleine Bilder finden können. Diese Bilder finden wir ebenfalls an manchen Kapiteln des Buches und stehen für die jeweilige Religion. Damit hat das Cover einen direkten Bezug auf den Inhalt und den Titel des Buches.

Fazit: Für alle die einen kleinen Einblick in die Religionen werfen möchten ist dieses Buch sicherlich zu empfehlen. Außerdem erfährt man so sicherlich auch etwas, über Religionen, von denen man vorher nichts wusste. Das einzige Manko ist dabei der Preis, der mit fast 20 Euro etwas hoch scheint. Jedoch möchte ich sagen, dass ich mein Lesevergnügen hatte. Ein tolles Buch, mit einigen Einblicken das von mir 4/5 Sterne bekommt.

Klappentext: Längst haben wir in Deutschland amerikanische Verhältnisse. Zumindest was die religiöse Vielfalt angeht. Neben den Platzhirschen katholische und evangelische Kirche gibt es längst ein multikulturelles Durcheinander der verschiedensten Gottheiten. Magische Wölfe, verheiratete Hexen, gutmütige Aliens, fernöstliche Buddhas und ein lebendiger Johannes der Täufer. Egal welche Art der Seelenrettung dem Einzelnen zusagt, er wird für jede einen Anbieter finden. Gideon Böss reist durch das ganze Land, um sich mit Mitgliedern der verschiedensten Gruppen zu treffen und sich ihre Weltsicht erläutern zu lassen. Dabei entsteht eine kurzweilige und doch informative Momentaufnahme darüber, wie knapp fünfhundert Jahre nach Luther im Land der Reformation geglaubt, gebetet und gehofft wird. (Quelle: Tropen)

Autor: Gideon Böss
Titel: Deutschland deine Götter
Genre: Sachbuch
Verlag: Tropen
Seiten: 398
Preis: 19,95
ISBN: 978-3-608-50230-5

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