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Freitag, 5. August 2016

Spiekerooger Utkieker

LEDA
Ingrid Schmitz
Spiekerooger Utkieker
LEDA

Autor: Ingrid Schmitz schreibt seit 2000 hauptberuflich Kriminal­geschichten. Begonnen hat sie mit Krimikurzgeschichten, danach folgten Herausgaben (kulinarischer) Kriminalanthologien, aber auch eine Biographie über die beiden VOX-Goodbye-Deutschland-­Auswanderer Didi und Hasi. 2006 erschien ihr erster Kriminalroman Sündenfälle mit der Serienfigur Mia Magaloff. Liebeskiller ist Mia Magaloffs vierter Fall. Die 15. Kriminalgeschichtensammlung Tortillas, Tapas und Toxine kommt ebenfalls im Mai heraus. Zu ihren Projekten gibt sie regelmäßig Lesungen. Sie ist Mitglied bei den Mörderischen Schwestern, im Syndikat und in der International Association of Crime Writers. Mehr unter www.krimischmitz.de (Quelle: tatort-taraxacum)

Mia kommt von ihrem Termin bei Gericht, zwecks Ihrer Scheidung, nach Hause. Dort wartet Mario schon mit einer Überraschung auf sie. Er hat einen Urlaub für 2 Personen parat. Da Mia aber etwas Zeit zum Nachdenken benötigt, lässt Mario sich überreden, Mia alleine den Urlaub antreten zu lassen. Schon auf dem Weg nach Spiekeroog deutet es sich an, dass dies kein erholsamer Urlaub werden wird.

Das Buch besteht aus 46 Kapiteln und einem Epilog. Die Kapitelüberschriften bestehen dabei aus der Zahl des Kapitel und einem Titel. Dabei passt der Titel, immer sehr gut zum Inhalt des Kapitels. Ein neues Kapitel fängt dabei immer direkt nach dem alten Kapitel an, es wird also nicht immer eine neue Seite für ein neues Kapitel begonnen. Es fällt sofort ins Auge, dass das Buch aus recht vielen Kapiteln besteht, zumal es gerade Mal 271 Seiten hat. Dies eignet sich aber dann perfekt für die Zugfahrt oder aber für zwischendurch, um schnell ein Kapitel zu lesen.
Wir bekommen zur Hauptperson Mia Magaloff leider nicht recht viel Informationen und werden mit der Scheidung zu Beginn ins kalte Wasser geschubst. Wieso und weshalb sie sich scheiden lässt, wird erst im Laufe des Buches, durch einige Bemerkungen erkennbar. Da es sich bei diesem Buch aber um einen Folgeband handelt (es gibt schon Bücher rund um Mia), lasse ich dies so stehen, da die Einführung des Charakters im 1. Band stattgefunden haben kann. Es wäre also eventuell ratsam, sich erst die vorher erschienen Bücher zu kaufen.
Bei der Story des Buches, handelt es sich ganz klassisch um die eines Regionalkrimis/Inselkrimis. Auch die Personen sind dementsprechend typisch besetzt. Wir haben einen, nicht sonderlich fleißigen Polizisten, die tratschenden Dorfbewohner und andere Miturlauber. Dabei hat die Autorin aber auch darauf geachtet, dass sich diese Personen typisch und real benehmen, so reden die Bewohner von Spiekeroog in Ihrem Akzent und halten auch inseltypische Traditionen ein. Dadurch wirken die Charaktere authentisch. Der Krimianteil der Story ist dabei nicht ganz durchsichtig und leicht zu durchschauen. Aber dafür gibt es ja eine Auflösung, die in typischer Manier stattfindet. Mia Magaloff erzählt von Ihren Ermittlungen, was sie denkt, wie der Tathergang war und legt dabei auch die Motive offen.
Am Ende des Buches finden wir noch einen Epilog, der aufgebaut ist wie das Ende eines Filmes. Wir haben alle wichtigen Charaktere darin und bekommen Informationen über das Leben nach der Tat. Außerdem können die Leser sich auf eine Fortsetzung freuen, denn dies deutet die Autorin schon durch das “Fortsetzung folgt” am Ende an.
Anmerkung: Um eventuell auftretende Missverständnissen vorzubeugen, möchte ich nochmals anmerken das es sich bei diesem Buch um kein Folgeroman handelt. Die Story des Buches ist in sich abgeschlossen. Es gibt allerdings mehrere Bücher mit Mia Magaloff.

Cover: Das Cover ist hauptsächlich in dunklen Farben gehalten. Leider ist ein Teil des Titels ebenfalls in Schwarz gedruckt und hebt sich deshalb kaum vom Hintergrund ab. Die zweite Hälfte sowie der Autorenname wurden dann aber in Weiß gedruckt. Wir sehen im Vordergrund einen Strandkorb, aus dem 2 Frauenbeine zu sehen sind. Im Hintergrund sehen wir den Schatten einer Person, die den Strandkorb zu beobachten scheint. Hierbei könnte es sich um das Wahrzeichen Spiekeroogs handeln. Damit zeigt das Coverbild eine mögliche Szene aus dem Buch.

Fazit: Das Buch ist ein sehr typischer Inselkrimi, der nicht viel neu macht. Dies bedeutet schon mal, dass alle Leser die solche Art von Krimis mögen, auf Ihre Kosten kommen können. Es ist aber sicherlich ratsam alle vorherigen Bücher über Mia Magaloff vorher ebenfalls zu lesen. Von mir bekommt das Buch 3/5 Sterne.

Klappentext: Die Privatermittlerin Mia Magaloff muss dringend über ihre Zukunft nachdenken. Sie nimmt sich eine Auszeit auf der ostfriesischen Insel Spiekeroog­. Sandstrand, Meer und Sonne – mehr braucht sie nicht dafür.Doch bereits auf der Fähre zur Insel wird sie verflucht, begegnet an der Utkieker-Skulptur einem scheinbar Durchgeknallten, der sie um Hilfe anfleht, und findet am anderen Tag eine Tote, die vielleicht noch hätte leben können, wenn Mia schneller gehandelt hätte­.Sie muss sich kümmern und hat sieben Tage Zeit dafür, damit es nicht noch mehr Tote gibt. (Quelle: LEDA)

Autor: Ingrid Schmitz
Titel: Spiekerooger Utkieker
Verlag: LEDA
Genre: Krimi
Seiten: 271
Preis: 10,99
ISBN: 978-3-86412-097-8

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