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Freitag, 2. September 2016

Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel

Homunculus verlag
Philip Krömer
Ymir oder: Aus der Hirnschale der Hilmmel
Homunculus verlag

Autor: Philip Krömer wurde 1988 in Amberg geboren und lebt seit einigen Jahren in Erlangen. Er ist Student der Germanistik sowie Mitherausgeber der Literaturzeitschrift Seitenstechen, veröffentlicht Kurzprosa und Lyrik in diversen Zeitschriften und wurde u. a. beim 23. open mike 2015 mit dem Preis der taz-Publikumsjury ausgezeichnet. Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel ist sein Romandebüt. (Quelle: Homunculus verlag)

Drei Menschen machen sich 1939 auf den Weg nach Island, um dort eine Expedition zu unternehmen. Nach einem langen Flug und einer holprigen Landung kommen sie in Island an. Nach einer Wanderung kommen die Drei an Ihrem Ziel an, dem wie sie es nennen “Eingang zur Unterwelt”.

Das Buch besteht aus insgesamt 14 Kapiteln. Die Kapitelangabe erstreckt sich dabei über 2 Seiten. Auf der eine finden wir eine Zeichnung des menschlichen Körpers, auf der anderen Seite steht die Kapitelüberschrift, welche gleichzeitig eine Stelle des menschlichen Körpers ist. Die Titel sind dabei teilweise schwer zu lesen, da sie in einer anderen Formatierung geschrieben sind. Allgemein ist das Buch aber auch nicht gerade einfach geschrieben, weshalb es sich weniger für zwischendurch eignet, sondern man sich lieber die Zeit nehmen sollte zum Lesen. Um in die Geschichte einzutauchen, hilft einen der Autor am Anfang auch. Er baut den Anfang nämlich so auf, als würden wir von einem Erzähler die Geschichte hören. Die Geschichte läuft dabei sehr chronologisch ab und lässt sich sehr gut verfolgen. Dabei helfen aber auch die Kapitelüberschriften, welche den Weg durch den menschlichen Körper beschreiben. So befinden wir uns mit jedem neuen Kapitel etwas tiefer in der Story aber auch gleichzeitig im menschlichen Körper. Neben der eigentlichen Story erfährt der Leser auch noch etwas über die Geschichte Islands, genauer gesagt über die Edda.
Einige Stellen des Textes sind sogar an der Formatierung verbildlicht. So kommt irgendwann das Echo ins Spiel, das wir anhand der Formatierung auch erkennen. Der Text wird an diesen Stellen nämlich nach und nach immer etwas kleiner, genau wie das Echo sich eben ausbreitet.

Cover: Das Cover ist ein Hardcover das hauptsächlich in gelb gehalten ist. Auf der Vorderseite sehen wir außerdem eine Abbildung, des menschlichen Körpers. Damit steht das Cover im direkten Zusammenhang mit dem Inhalt des Buches, denn auch dort finden wir viel über den menschlichen Körper. Auf der Rückseite fällt die sehr ungewöhnliche Gestaltung auf. So haben wir den Strichcode über die ganze Rückseite verteilt stehen und der Klappentext steht eng geschrieben, daneben. Was mir aber positiv auffällt, ist das vorhandene Lesebändchen.

Fazit: Das Buch ist mit Sicherheit nicht für jeden geeignet. Derjenige der sich darauf einlässt, sollte auch darauf gefasst sein, dass er keine sonderlich leichte Kost zu lesen hat. Wenn man sich aber einmal ins Buch gefunden hat, kommt man relativ gut durch die Story. Von mir bekommt das Buch 5/5 Sterne.

Klappentext: Drei Männer begeben sich am Vorabend des Zweiten Weltkriegs auf eine Expedition nach Island. Ihr Auftrag ist es, ein scheinbar bodenloses Loch zu untersuchen, dessen Geheimnisse den im Ausbruch begriffenen Krieg entscheiden könnten. Doch niemand hat sie auf das vorbereitet, was sie tief im Inneren der Erde erwartet … (Quelle: Homunculus verlag)

Autor: Philip Krömer
Titel:  Ymir oder: Aus der Hirnschale der Himmel
Verlag: Homunculus verlag
Genre: Roman
Seiten: 216
Preis: 19,90
ISBN: 978-3-946120-18-6

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