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Donnerstag, 6. April 2017

Green Net

green-net-roman
Wilfried von Manstein
Green Net
Edition INMO im Verlag boernermedia

Autor: Wilfried von Manstein hat als Tellerwäscher, Taxifahrer, Parkwächter, Gärtnergehilfe, Software-Entwickler, Maler, Schauspieler und Regisseur gearbeitet und fuhr zur See. Später gründete er eine eigene Theatertruppe und drehte mehrere Filme. Er studierte an der Alice Salomon Hochschule Berlin “Kreatives und Biografisches Schreiben” und erwarb 2013 den “Master of Arts” in diesem Fach. Die Urgroßmutter des Autors, Karoline Bertha Emilie von Manstein, heiratete 1891 den Kürschner Adolf Heinrich Priester. Der Autor stammt also in direkter Linie von der preußischen Gutsbesitzer- und Offiziersfamilie ab. Keine Verwandtschaft besteht hingegen zu Erich von Manstein, zuletzt unter Hitler General der Infanterie. Erich von Manstein war ein Adoptivkind - also kein “echter von Manstein” sondern eigentlich ein “von Lewinski”. Quelle: wilfried-von-manstein)

Mario ist der Sohn zweier Forscher und lebt mit seinen Eltern im Urwald. Als sein Vater erkrankt, macht sich die Mutter auf den Weg um Hilfe zu holen. Als sie nach Tagen zurückkommt, ist ihr Mann verschwunden und ihr Sohn sitzt verstört in einem Baum.

Das Buch hat insgesamt 77 Kapitel (75 reguläre und jeweils einen Prolog und Epilog), die alle nochmals in mehrere Absätze unterteilt sind. Die Kapitelangabe erfolgt ausschließlich durch die Kapitelziffer, die dick gedruckt zu Beginn eines Kapitels steht. Außerdem ist da Buch in 3. Teile aufgeteilt. Ein neuer Teil wird dabei immer durch die Angabe “Teil” plus der jeweiligen Ziffer angegeben. Der Anfang der Story gibt sich noch sehr geheimnisvoll und regt damit zum Lesen an. Leider hält diese Spannung nicht durch das ganze Buch hindurch, dafür merken wir aber schnell, dass der Autor ein sehr aktuelles Thema in seinem Buch behandelt (den Umgang mit der Natur). Im Laufe der Geschichte begegnen dem Leser einige Charaktere, die leider teilweise sehr einfallslose Namen tragen (z. B. Lam-Pi-Jong oder Cuca-Radscha). Auch mit dem Zeitgefühl ist es beim Lesen etwas schwer, denn das ist auch kaum vorhanden. Nach einiger Zeit hat man sich aber in die Geschichte eingelesen und kommt gut zurecht. Leider endet die Story dann aber in einem Ende, dass für meinen Geschmack etwas schnell abgehandelt wurde. Hier fällt dann aber der letzte Satz noch mal auf, der sogar in dick gedruckt wurde. Dieser Satz sollte dem Leser nach dem Buch auch durchs Leben begleiten. Ebenfalls anmerken möchte ich, dass die Zusammenhänge in der Natur gut und verständlich geschildert und beschrieben wurden (natürlich taucht das ein oder andere Fachwort auf aber dieses sollte niemanden Schwierigkeiten machen).

Cover: Das Cover ist in verschiedenen Grüntönen gehalten. Wenn wir das Buch aufschlagen, so führt sich auch dort die Farbe Grün fort. Dies ist aber auch verständlich, denn schließlich sehen wir eine Pflanze mit einigen gelben und roten Beeren auf dem Cover. In der Mitte der Pflanze sehen wir außerdem noch zwei Augen, welche aus der Pflanze schauen. Damit nimmt das Cover auch einen direkten Bezug zum Inhalt des Buches, denn in diesem geht es ebenfalls um lebendige Pflanzen. Der Titel des Buches ist in weiß, auf dem unteren Drittel des Covers gedruckt. Außerdem besitzt dieses Buch ein rotes Lesebändchen.

Fazit: Sicherlich gibt es gelungenere Jugendbücher, jedoch muss man hier auch beachten, dass es sich um den ersten Roman des Autoren handelt. Das Buch schafft es außerdem, einige Sachverhalte der Natur verständlich zu erklären. Auch regt es das Gewissen im Umgang mit der Umwelt an. Von mir bekommt das Buch solide 3/5 Sterne.

Klappentext: Was wäre, wenn Bäume und Pflanzen sich in einem »green net« versammeln würden, um den blauen Planeten vom Menschen zu befreien?
Eine magische Reise! (Quelle: green-net-roman)

Autor: Wilfried von Manstein
Titel:  Green Net
Verlag: Edition INMO im Verlag boernermedia
Genre: Jugendbuch
Seiten: 412
Preis: 22,80
ISBN: 978-3942498203

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Huhu!

Mir sagt das Buch zwar nichts, aber das Cover finde ich auf jeden Fall einen Hingucker! Würde ich das auf einer der Faltwände bei uns in der Buchhandlung sehen, würde ich mir das bestimmt mal näher ansehen.

Muss ich das Buch eigentlich nun als Jugendthriller einordnen? Was du über den Inhalt geschrieben hast, klang zumindest ganz so. Gut, was die Namen angeht, gebe ich dir recht, aber wahrscheinlich ist da eine Verbindung zu der Bedeutung der Namen gedacht, oder?

Liebe Grüße
Marie

Heinz Peter B hat gesagt…

Schönen guten Tag
Da gebe ich dir recht, dass Cover ist sehr ansprechend. Ich würde das Buch eher in die Spalte "Fantasy" packen.
Also bei Lam-Pi-Jong ist ein Wissenschaftler, also ob der Name da so Programm ist. Bei dem anderen Beispiel in meiner Rezension passt der Name jedoch zum Charakter.

Heinz Peter B hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Moritz Boerner hat gesagt…

Zitat bzgl Lam-Pi-Jong aus dem Buch:
Rado antwortete: »Ich glaube, er hat sich den Namen gegeben, damit seine Leute ihn vielleicht eines Tages finden.«
»Welche Leute?«
»Seine Leute leben in einer fernen Zeit der Zukunft. So um 3400 nach Christus.«
»Das glaubst du doch selbst nicht!«
Rado erzählte: »Wenige Jahre nach Christi Geburt war ein chinesischer Feldherr von feindlichen Truppen eingeschlossen und wollte einen Hilferuf absetzen. In dieser Situation erfand er den Lampion – eine leuchtende Laterne aus Papier und Bambus, die in die Luft stieg, wenn man einen mit Petroleum getränkten Stofffetzen darin befestigte und anzündete. Die Lampions stiegen nachts in den Himmel und wurden von ferne gesehen. Die Truppen des Feldherrn wurden gerettet. Aber ich erzähle Euch das im Vertrauen, Ihr dürft es niemandem weitersagen.«

Die "Pflanze" auf dem Cover besteht aus drei verschiedenen Bäumen, die alle eine wichtige Rolle im Buch spielen: die Welteibe Yggdrasil mit ihren roten Scheinbeeren unten, die Gingko-Dame mit ihren gelben, nach Buttersäure riechenden Samen oben und in der Mitte die Würgefeige, der Baumterrorist Reginald aus dem Regenwald, der die Menschen ausrotten will.

Heinz Peter B hat gesagt…

Vielen Dank für das Zitat aus dem Buch. Da muss ich mich glatt entschuldigen, dass mir diese Stelle aus dem Buch nicht in den Sinn gekommen ist "schäm".