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Mittwoch, 12. April 2017

Oberst Ljapkin

Verlag der Griechenland Zeitung
M. Karagatsis
Oberst Ljapkin
Verlag der Griechenland Zeitung

Autor: Angaben zur Person: M. Karagatsis, Pseudonym des mit dem Namen Dimitrios Rodopoulos 1908 in Athen geborenen und 1960 ebenfalls in Athen verstorbenen griechischen Prosaautors, ist im deutschsprachigen Raum weitestgehend unbekannt. Nichtsdestotrotz zählt er mit seinem – angesichts seiner nur 52 Lebensjahre – bemerkenswert reichhaltigen Werk zu den bedeutendsten und einflussreichsten griechischen Erzählern des 20. Jahrhunderts. Es umfasst unter anderem 15 Romane und mehrere Erzählbände, Theaterstücke und Essaysammlungen. (Quelle: Amazon)      
                                 
Ljapkin wird für den Krieg wieder in den aktiven Dienst gerufen. Danach gelingt ihm die Flucht nach Griechenland und muss dort ein neues Leben beginnen. Dank der Hilfe eines Freundes, der Landwirtschaftsminister ist, gelingt ihm dies gut und er bekommt eine Anstellung als Stallmeister.

Das Buch besteht aus 21 Kapiteln, die alle keine Überschrift oder sonstige Angaben enthalten. Ein neues Kapitel beginnt immer mittig auf einer neuen Seite und beginnt stets mit einigen groß gedruckten Wörtern. Beim Lesen des Buches begegnet der Leser sehr vielen Charakteren, die alle aufgrund ihrer Nationalität, schwer auszusprechende Namen tragen. Hat man sich aber eingelesen, kommt man recht gut damit zurecht. Allgemein ist anzumerken, sollte man dem Buch seine Zeit geben und nicht sofort aufgeben mit Lesen, nur weil es etwas stockt beim Lesen. Das Buch ist nämlich keine leichte Kost und sollte dementsprechend ein wenig Zeit zum Lesen zugesprochen werden. Der Roman gibt einen sehr guten und gelungenen Eindruck in das damalige Leben. Dabei geht der Autor auf die Positiven wie auch negativen Aspekte ein. Manchmal trifft der Leser dabei auf Passagen, die ihm durchaus wütend machen können, was meistens am Umgang der Charaktere untereinander liegt. Dies nimmt besonders gegen Ende des Buches zu. Manchmal begegnen dem Leser Dokumente bzw. Briefe, die dann kursiv gedruckt sind und sich somit gut vom Text abheben.

Cover: Das Cover ist auf der Vorderseite weiß gehalten und auf der Rückseite Schwarz. Auf der Vorderseite sehen wir ein Foto von einem Mann in Uniform. Augenscheinlich handelt es sich dabei um den Oberst persönlich. Damit nimmt das Buch auch einen direkten Bezug zum Inhalt und man bekommt ein Bild vom Hauptcharakter des Buches. Der Titel des Buches steht in Rot gedruckt unter diesem Foto und hebt sich perfekt vom weißen Hintergrund ab.

Fazit: Mit Sicherheit ist dieses Buch keine leichte Kost und auch nicht für Jedermann geeignet. Für Liebhaber der Geschichte oder diejenigen die bereit sind etwas Zeit zu investieren bietet dieses Buch aber eine durchaus gelungene Handlung. Von mir gibt es 5/5 Sterne.

Klappentext: Ein Gespenst geht um in Europa – der Kommunismus. Aus Angst vor der Oktoberrevolution im Jahre 1917 flüchtet der Romanheld, Oberst Ljapkin, aus Russland und landet als Stallmeister in einer mittelgriechischen Stadt. An seiner Person zeichnet der meisterhafte Erzähler M. Karagatsis eine auseinanderbrechende europäische Ordnung nach. Dieses Buch ist das Erstlingswerk des Autors. Es geht darin um den Versuch, sich die Normen der neuen Heimat Griechenland zu eigen zu machen – woran der Protagonist letztlich zerbricht. „Wer verstehen will, wie die griechische Gesellschaft zwischen den beiden Weltkriegen funktionierte, ja selbst wie sie heute noch funktioniert“, müsse nur Karagatsis lesen, empfiehlt der griechische Gegenwartsautor Christos Chomenidis. Mit seiner dynamischen und poetisch souveränen Erzählweise prägt M. Karagatsis die griechische Literatur bis heute. (Quelle: Verlag der Griechenland Zeitung)  
                                 
Autor: M. Karagatsis
Titel:  Oberst Ljapkin
Verlag: Verlag der Griechenland Zeitung
Genre: Roman
Seiten: 248
Preis: 19,80
ISBN: 978-3-99021-017-8

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